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Möbel und Wohnung kindersicher gestalten

Geschrieben von DP-Moebel 17/07/2018 0 Kommentar(e) Möbel Ratgeber,

Möbel und Wohnung kindersicher gestalten

 

Möbel und Wohnung kindersicher gestalten - mit diesen Tipps für mehr Sicherheit Zuhause sorgen

 

Wer Nachwuchs erwartet hat auch Zuhause einige Aufgaben zu meistern, denn ein Baby hat einen großen Forschungsdrang und viele Einrichtungsgegenstände können Gefahr für die Kleinen bergen. Offizielle daten von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin belegen, dass gar 47% der Unfälle im Haus Kinder unter 6 Jahren betreffen. Daher ist es unabdingbar vor der Geburt alle gefährlichen Gegenstände wegzuräumen, die Möbel zu gestalten, um Unfälle zu vermeiden. Was Sie beachten sollten, können Sie in in unserem Ratgeber.

 

Dennoch erheben wir keine Garantie auf Vollständigkeit – eine grundsätzliche Wachsamkeit sollte immer an den Tag gelegt werden. Grundsätzlich sollten Sie einfach die ganze Wohnung durchkämen und dabei mit Kinderaugen sehen – was können Sie theoretisch alles erreichen?

 


 

So kann man das Schlafzimmer sicher gestalten

 

Das Schlafzimmer der Eltern ist oftmals der erste Ort, wo euer Baby krabbeln wird, denn viele junge Eltern nehmen ihr Baby mit in ihr Schlafgemacht. Dort gilt es alle bereits vorhandenen Möbel und die neu hinzugekommenen Möbelstücke wie die Wickelkommode oder das Babybettchen zu prüfen. Wenn das Bettchen über eine Schaukelfunktion verfügt, sollten sie nicht zu lange mit dem Gitterbett warten, denn höheres Gewicht und mehr Kraft können leicht zum Fall aus dem Schaukelbett führen. Beim Gitterbett ist es nicht empfehlenswert die Gitterstäbe zu entnehmen, damit das Baby mit seinem Kopf nicht stecken bleiben kann. Auch Spielzeuge werden oft in Babybettchen gelegt, doch können sie grundsätzlich auch zum Ersticken führen. Auch beim voluminösen und flauschigen Bettzeug sollte man aufpassen, denn grundsätzlich kann starkes Strampeln leider die Erstickungsgefahr erhöhen. Wenn ihr Baby sich schon bewegen und krabbeln kann, sollten Sie auch darauf achten, keine Spielsachen im Bettchen beim Schlaf zu lassen.

Auch Wickelkommoden sind nicht immer sicher, denn grundsätzlich ist die Fallhöhe von einer Kommode für das Baby zu hoch. Wickelkommoden haben eine Höhe, um den Rücken der Erwachsenen zu schonen und besitzen daher in der Regel eine Höhe von 90 cm.

Bei allen anderen Möbelstücken wie Schränken, Regalen, Schminktischen oder Kommoden gilt es sie unbedingt an der Wand festzuschrauben. Fast alle Möbel werden mit Wandbefestigungen verkauft und wenn nicht können in jedem Baumarkt ganz normale Winkel, Schrauben und Dübel gekauft werden. Ein Baby kann wirklich einfach leichte Regale im schlimmsten Fall zum Umsturz bringen und wenn ein Regal oder eine Kommode leicht genug ist und kippt, kann es im schlimmsten Fall ihren Liebling unter sich begraben.

Prüfen Sie bitte die Abstände zwischen dem Boden und dem Bett – am besten gibt man keine Möglichkeit zum unterm Bett Krabbeln, solange ihr Kind noch zu klein ist. Weiterhin sollte man alle Schließfächer in Kommoden und Schränken prüfen und natürlich die Steckdosen kindersicher machen. Alle Schubladen und Schließfächer sollten mit einem Extraschutz gegen die ungewollte Öffnung versichert werden.

Viele Möbel haben leider auch scharfe Kanten, doch diese kann man mit abgerundetem Kantenschutz abkleben. Meistens besteht der Kantenschutz aus einem Klebenband oder Klebestoff und ist entweder farbig oder transparent.

Oft wird auch das offensichtlichste vergessen und zwar ein simpler Rauchmelder. Wird aus einem früher unbewohnten Raum ein Kinderzimmer eingerichtet, ist ein Rauchmeldet unabdingbar, denn Rauchmelder retten leben. Kinder neigen bei Feuerausbruch zusätzlich noch dazu, sich in Schränke oder unter die Betten zu verkriechen und ein Rauchmelder kann da die entscheidenden Sekunden verschaffen.

Schlummerlicht ist auch eine weitere wichtige Neuanshaffung für ein Kinderzimmer oder auch das Elternzimmer. Wenn ihre Kleinen ihre Nähe suchen oder nachts auf die Toilette möchten, kann ein Schlummerlicht helfen gefahrlos ohne vollständige Dunkelheit sich zurechtzufinden und Stolperfallen zu vermeiden.

 


 

Küche kindersicher machen

 

Leider birgt die Küche auch einige Gefahren für ihren Nachwuchs. In den meisten Haushalten gibt es viele Elektrogeräte wie Toaster oder elektrische Backöfen. Diese sollten auf jeden Fall außerhalb der Reichweite ihres Kindes aufgestellt werden (Tischplatte ist in Ordnung) und immer ausgesteckt sein.

Was die Stühle am Esstisch angeht, so sollten sie ebenfalls möglichst robust und stabil sein und nicht so leicht kippen.

Für Backofen und Her gibt es auch verschiedene Kindersicherungen. Die Backofentür kann durch ein Gitter erweitert werden. Aufgeklebt schützt er vor Verbrennungen. Zudem gibt es Herdschutzknöpfe zum Drüberstülpen, damit die kleinen nicht so leicht das Herd anmachen können. Am wichtigsten sind jedoch Herdtürverschlüsse, damit die Backofentür nicht herausgezogen werden kann. Die Türverschlüsse sollten übrigens auch an der Spülmaschine befestigt werden, denn eine Spülmaschine spült mit Heißwasser und beinhaltet vor der Spülung scharfe Gegenstände wie Messer und Gabeln.

Oftmals sind in der Küche Spülmaschinentabs und sonstige Chemikalien zu finden. Diese Dinge werden oftmals zusammen mit dem Mülleimer unter der Spüle aufbewahrt, wo ein neugieriges Kind sehr leicht herankommt. Auch hier gilt es die Chemikalien am besten in abschließbare Schränke oder auf oberste Regale umzustellen.

 


 

Bad und Kindersicherheit

 

Die Badschränke sind durchaus leicht kippbar und sollten auf jeden Fall an den Wänden gesichert werden. Die Hausapotheke oder Haushalts- und Hygieneartikel sollte im Idealfall in abschließbaren Schränken oder in der Hausapotheke aufbewahrt werden.

Auch diverse Reinigungsmittel oder Kosmetika sollten an einem sicheren und unzugänglichen Ort aufbewahrt werden. Vor allem Unterschränke im Bad sind oftmals niedrig und nicht abschließbar und sind kein geeigneter Ort für die Reinigungsmittel.

Was die Elektrogeräte im Bad angeht, so sind grundsätzlich Föne und Haarglätter gefährlich und können nicht nur zu Verbrennungen führen und gehören daher immer aufgeräumt und abgeschlossen. Das gleiche gilt für Rasierklingen.

Wer eine Badewanne besitzt, sollte Kleinkinder zumindest in frühem Alter nie allein in der Badewanne lassen und vor allem auf die Schlüssel im Schlüsselloch achten – ein Einschließen sollte immer vermieden werden.

 

So kann man das Wohnzimmer kindersicher gestalten

 

Wenn Sie einen Flachbildfernseher haben, sollten sie ihn am besten entweder zusätzlich sichern oder an der Wand wo ihr Baby nicht herankommt absichern, denn die schmalen Füße vieler Modelle sind nicht wirklich stabil und ein Flachbildfernseher kann durchaus leicht gekippt werden.

Auch Lampen sind oftmals wackelig und können durch den Entdeckungsdrang ihres Babys leicht umgestürzt werden – im schlimmsten Fall auf ihr Baby. Daher sollten Sie versuchen alle wackeligen Lampen möglichst entweder zwischen Möbeln sicher einzuklemmen oder direkt in den Keller verbannen.

Leider können Tischdecken allzu leicht mit allen Gegenständen darauf heruntergezogen werden, deshalb sollten Sie vorübergehend auf Tischdecken lieber verzichten.

 

Sonstige Tipps - so machen Sie ihr Zuhause kindersicher

 

Wie bereits erwähnt sollte man unbedingt alle Steckdosen mit einer Kindersicherung versehen. Auch Kabel können gefährlich werden – frei herumliegend können Kinder die Kabel sogar anknabbern. Am besten verlegt man entsprechende Kabelkanäle und befestigt alle Kabel soweit es geht an den Wänden.

Kinder krabbeln gern und sind ungelenk. Stellen Sie sich das Szenario vor, wenn sie mit den Kleinen am Fenster sitzen und dort die Blumentöpfe stehen – Kinder können sie mehr als leicht herunterstoßen. Am besten sollten die Blumentöpfe aus Kunststoff benutzt werden, die nicht so einfach kaputt gehen wie Glas oder Keramik. Was die Pflanzenwelt angeht, sollten exotische Pflanzen und Kakteen am besten vermieden werden, um Verletzungen vorzubeugen.

Kleingegenstände wie Batterien, Magnete, Klammern etc. sollten auf jeden Fall nicht mehr auf niedrigen Couchtischen oder leicht erreichbaren Plätzen wie Esstischen oder Nachtkommoden aufbewahrt werden.

Was den Inhalt ihrer Möbel angeht, sollten natürlich alle spitzen und scharfen Gegenstände entweder in den Keller oder abgesicherte Schließfächern aufbewahrt werden. Das gilt vor allem für ihre Hygieneartikel wie z. B. Nagelscheren oder Pinzetten oder das Strick- und das Nähzeug.

Türstopper können an den Türen befestigt werden. Das kann durchaus Abhilfe gegen gequetschte Finger schaffen.

Wer in einer Maisonettewohnung oder in einem doppelstöckigen Haus lebt, sollte unbedingt Schutzgitter anbringen lassen und die Bereiche absperren, beobachten und wiederholt kontrollieren.

Auch bodentiefe Glasfenster oder Glastüren sollten auf Höhe der Kinderaugen vorübergehend mit bunten Aufklebern versehen werden, sonst droht Verletzungsgefahr durch Zusammenstöße. Wenn das Glaas dünn und eher brüchig aussieht, kann evtl. mit Antibruchfolien nachgeholfen werden, wenn Sie die Glastüren abkleben.

 


 

Wie anfangs eräwhnt erhebt dieser Ratgeber keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sollte daher mit einem wachen Verstand und ständiger Aufmerksamkeit der Eltern komplettiert werden, denn garantiert gibt es eine Situation oder ein Szenario, die ein Erwachsener im Kopf nicht nachvollziehen und voraussagen kann. Deshalb sollten junge Eltern einfach aufmerksam bleiben.

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